Grundsatz 3: Beachten Sie: Ein ENpS-Programm darf nicht scheitern

Dies ist der ursprüngliche Text aus der Publikation von 2001:
Beat Döbeli Honegger & Rolf Stähli:
Empfehlungen für Planung und Umsetzung eines ENpS-Programms.

Grundsatz 3: Beachten Sie: Ein ENpS-Programm darf nicht scheitern

Zugegeben, eine seltsame anmutende Empfehlung. Kein Projekt sollte scheitern. Lassen Sie uns erklären, was wir mit dieser Empfehlung meinen.

Ein ENpS-Programm unterscheidet sich stark von sonstigen ICT-Schulprojekten. Ein ENpS-Programm wird aus verschiedenen Gründen eine grosse Aufmerksamkeit erregen:
  • Projektgrösse: Ein ENpS-Programm wird an einer Schule viel Zeit und Energie benötigen. Es wird an der Schule praktisch niemanden geben, der von einem ENpS-Programm nicht betroffen wäre.
  • Kosten und Kostenaufteilung: Nicht nur die Höhe der Kosten, sondern je nach ENpS-Programm auch die Aufteilung der Kosten auf Schule, Eltern, Lehrbetrieb und Studierende lösen Diskussionen aus.
  • Interesse der Öffentlichkeit: In naher Zukunft werden ENpS-Programme auch das Interesse der Medien und der Öffentlichkeit erregen. Bei der Einführung des Programms ist eine Berichterstattung durch die lokalen Medien zu erwarten.

Diese Aufmerksamkeit, verbunden mit den Versprechungen zu Projektbeginn und dem Einsatz verschiedenster Beteiligter wird hohe Erwartungen wecken. Werden diese Erwartungen nicht erfüllt, so ist mit negativen Reaktionen zu rechnen. Dies schadet nicht nur dem Ruf der Schule, sondern kann auch andere ICT-Projekte in der Schule für längere Zeit blockieren.

Aus diesen Gründen ist es wichtig, vor dem Umsetzungsentscheid die Machbarkeit eines ENpS-Programms seriös abzuklären und in allen Projektphasen die Akzeptanz aller Beteiligten sicher zu stellen.

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